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FAQ – Häufig gestellte Fragen

Heizöl


Warum ist Heizöl rot?
Heizöl und Dieselkraftstoff sind in ihrer chemischen Zusammensetzung ähnlich, aber Heizöl ist steuerlich begünstigt. Damit Zollfahnder und Polizei den Steuersündern, die Heizöl als Kraftstoff verwenden, schnell auf die Schliche kommen können, müssen die Brennstoffe leicht unterscheidbar sein. Daher wird Heizöl rot eingefärbt und ein Indikator hinzugefügt.

Was versteht man unter Heizöl EL?
Wenn Rohöl destilliert wird, entstehen je nach Viskosität unterschiedliche Siedeschnitte. Dementsprechend kann man extra leichtflüssige (EL) und schwerflüssige (S) Heizölsorten unterscheiden. Heizöl S ist zähflüssiger als Heizöl EL. Es wird schwerpunktmäßig von der chemischen Industrie eingesetzt. Die Wärmeenergie Heizöl EL wird in erster Linie in privaten Haushalten und im Gewerbe verwendet.

Wo bekomme ich Heizöl?
In unserer Experten-Datenbank können Sie nach Heizöllieferanten in Ihrer Nähe suchen. Dabei können Sie auch vorgeben, ob Sie z.B. nur nach Anbietern von schwefelarmem Heizöl suchen möchten. Hier geht es zur Expertensuche.

Warum wird Öl in Barrel gemessen?
Öl wurde früher nur in Fässern (englisch: barrel) transportiert. Diese Maßangabe hat sich bis heute gehalten. Ein Barrel entspricht immer noch rund 159 Litern.

Woher bezieht Deutschland das Öl?
Gegenwärtig bezieht die Bundesrepublik Rohöl aus insgesamt 31 Förderländern. Rund ein Drittel stammt aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen, während gut 20 Prozent aus OPEC-Mitgliedsländern importiert werden. Rund 40 Prozent entfallen auf Russland, Kasachstan und Aserbaidschan. Aus Deutschland selbst stammen drei Millionen Tonnen Rohöl.

Es gibt also bei den Rohölimporten keine einseitige Abhängigkeit. Das trägt wesentlich zur langfristigen Versorgungssicherheit bei.

Wie lange reicht das Öl?
Voraussichtlich länger als wir es brauchen! Denn durch die Verbreitung modernster Technik werden die Reserven so effizient wie möglich genutzt. Und der zunehmende Einsatz von Biobrennstoffen und anderen regenerativen Energien reduziert den Verbrauch der konventionellen Energieträger zusätzlich. Mehr Infos

 

 

Schwefelarmes Heizöl


Was ist schwefelarmes Heizöl?
Heizöl EL schwefelarm hat einen Schwefelgehalt von maximal 50 Milligramm pro Kilogramm.

Warum sollte ich schwefelarmes Heizöl tanken?
Stellt man den Umweltnutzen voran, so spricht dieser klar für die Verwendung von schwefelarmem Heizöl, da dessen Schwefelgehalt sehr gering ist. Darüber hinaus verringert sich der Wartungsaufwand, während sich gleichzeitig die Lebensdauer von Kessel und Brenner verlängert. Wer einen Brennwertkessel verwendet, kann außerdem auf eine Neutralisationseinrichtung für das Kondensat verzichten.

Was muss ich beachten, wenn ich Heizölsorten mischen oder ganz wechseln möchte?
Im Prinzip ist eine Vermischung der Sorten Heizöl Standard und Heizöl schwefelarm unproblematisch. Schwefelarmes Heizöl kann bedenkenlos in allen Heizungsanlagen eingesetzt werden. Bei einem Wechsel auf Heizöl schwefelarm sind also keine besonderen Vorkehrungen zu treffen. Es ist es aber empfehlenswert, vorher den Vorrat an klassischem Heizöl aufzubrauchen sowie Kessel und Brenner reinigen zu lassen. Dann kommen die Vorteile des schwefelarmen Heizöls besonders gut zur Geltung.

Kann ich schwefelarmes Heizöl auch in meinem alten Kessel nutzen?
Schwefelarmes Heizöl kann problemlos in allen Heizungsanlagen eingesetzt werden.
Es wurde ursprünglich speziell für die Brennwerttechnik entwickelt, doch seine positiven Eigenschaften (z.B. niedrige Emissionen, weniger Ablagerungen, bessere Verbrennung) kommen in allen Heizkesseln zur Geltung. Deshalb ist die Verwendung in allen Ölheizungsanlagen empfehlenswert.

Wo bekomme ich schwefelarmes Heizöl?

Schwefelarmes Heizöl ist bundesweit erhältlich. In unserer Experten-Datenbank finden Sie Lieferanten in Ihrer Nähe.



Bioheizöl


Was versteht man unter Bioheizöl?
Der Begriff „Bioheizöl“ ist kein geschützter Begriff. Derzeit wird darunter in der Regel schwefelarmes Heizöl, dem anteilig Biodiesel zugemischt ist, verstanden.
Eine Vornorm (DIN V 51603-6) legt die Anforderungen an solche Bioheizöle fest. Demnach enthält beispielsweise Bioheizöl mit der normgerechten Produktbezeichnung "Heizöl EL A Bio 5" bis maximal fünf Prozent Biokomponenten. "EL" steht für extra leichtflüssig und das A steht für Alternativ.

Woran kann ich Bioheizöl erkennen?
Am Produkt selbst ist dies ohne eine chemische Analyse nicht zu erkennen. Aber es ist vorgeschrieben, dass Bioheizöl entsprechend gekennzeichnet wird. So bedeutet z. B. die Bezeichnung Bio 5, dass schwefelarmem Heizöl drei bis fünf Prozent Bioanteile zugemischt sind.

Kann Bioheizöl aus allen Pflanzen gewonnen werden?
Ja, denn flüssige Biobrennstoffe der zweiten Generation (auch Biomass-to-Liquid oder kurz BtL genannt) können grundsätzlich aus allen kohlenwasserstoffhaltigen Grundstoffen hergestellt werden. Dabei kann die gesamte Pflanze verwendet werden. Bioheizöl der ersten Generation wird aus der ölhaltigen Frucht gewonnen.

Kann ich Bioheizöl problemlos auch in meiner alten Anlage verwenden?
Die Geräteindustrie hat bestehende und neue Ölheizgeräte für die Verwendung von Bioheizöl mit bis zu fünf Prozent Bioanteil (Heizöl EL A Bio 5), das der DIN V 51603-6 entspricht, freigegeben.

Wo kann ich Bioheizöl kaufen?
Erste Mineralölhändler bieten in Deutschlands bereits Bioheizöl an. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Brennstoff der DIN V 51603-6 entspricht.

Werden Biobrennstoffe nachhaltig produziert?
Alle Experten sind sich einig, dass eine nachhaltige Erzeugung von Biobrennstoffen sichergestellt werden muss. Die Mineralölwirtschaft bekennt sich ausdrücklich zu der Nachhaltigkeitsverordnung der EU. Hierbei wird der gesamte Produktionsprozess der Biobrennstoffe berücksichtigt.

Ein wesentliches Merkmal ist, dass die Treibhausgasemissionen deutlich unter denen von fossilen Brennstoffen liegen müssen. Außerdem sind soziale und ökologische Standards einzuhalten. So wird selbstverständlich der Schutz natürlicher Lebensräume berücksichtigt und die Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion ausgeschlossen.

Heizung


Wie viel Platz braucht eine Ölheizung?
Eine moderne Ölheizung benötigt lediglich einen Quadratmeter Platz für Brenner, Kessel und Regelung. Der Öltank für ein Einfamilienhaus beansprucht nicht mehr als drei bis vier Quadratmeter. Ein Erdtank beansprucht keinen Platz: Er wird außerhalb des Hauses im Erdreich untergebracht.

Sind Öltanks nicht total unpraktisch?
Dass Öltanks sehr viel Platz wegnehmen, Heizölgeruch verbreiten und teuer sind, gehört zu längst überholten Vorurteilen. Denn in den letzten 20 Jahren hat sich viel getan: Moderne Heizöltanks sind kompakt und platzsparend und sind in der Regel doppelwandig ausgeführt. Störender Heizölgeruch wird so weitgehend vermieden.
Ein weiteres Plus: Der Tank dient als Langzeitspeicher für Energie. Er macht unabhängig, denn der Verbraucher kann immer dann Brennstoff einkaufen, wenn der Preis gerade günstig steht.

Ist die Ölheizung nicht ein Auslaufmodell?
Ganz sicher nicht. Derzeit gibt es über sechs Millionen Ölheizungen in Deutschland. Damit ist der Energieträger Heizöl eine der tragenden Säulen unserer Energieversorgung und unverzichtbar für den deutschen Raumwärmemarkt – und das wird auch auf lange Zeit so bleiben.
Moderne Öl-Brennwertheizungen arbeiten äußerst effektiv, denn sie verfügen über einen Wirkungsgrad von nahezu 100 Prozent. Sie verbrauchen im Vergleich zu veralteten Heizungsanlagen bis zu 30 Prozent weniger Energie und die CO2-Emmission sinkt somit in gleicher Größenordnung.
Die Unabhängigkeit durch den individuellen Brennstoffvorrat im eigenen Tank und die Kombinierbarkeit mit erneuerbaren Energien machen die Ölheizung absolut zukunftstauglich.

Wie oft muss eine Ölheizung gewartet werden?

Genauso wie ein Auto sollte eine Heizung regelmäßig vom Fachhandwerker gewartet werden. Der beste Zeitpunkt ist vor Beginn der Heizperiode. Denn die jährliche Kontrolle samt Reinigung von Brenner und Kessel gewährleistet eine verbesserte Energieausnutzung, geringe Emissionen und letztlich die zuverlässige Funktion. Ein über längere Zeit vernachlässigter Heizkessel verbraucht häufig mehr Energie als nötig.

Was muss ich tun, damit die Heizungsanlage effizient arbeitet?

Kessel, die älter als 15 Jahre sind, sollten gegen ein Öl-Brennwertgerät ausgetauscht werden. Wenn noch kein hydraulischer Abgleich durchgeführt wurde, ist dies eine weitere empfehlenswerte Maßnahme. Diese ist auch dann sinnvoll, wenn der Wärmebedarf des Gebäudes seit dem letzten Abgleich durch Dämm-Maßnahmen verringert wurde.

Die Heizung sollte außerdem jährlich gewartet werden. Denn ein über längere Zeit vernachlässigter Heizkessel kann bis zu zehn Prozent mehr Energie verbrauchen als nötig. Termin für den Heizungscheck vereinbaren

Brennwerttechnik


Was bedeutet Brennwerttechnik?
Die Brennwerttechnik ist eine der effizientesten Heiztechniken. Mit dieser Technik kann nahezu die gesamte Brennstoffenergie in Heizwärme umgesetzt werden.
Durch die zusätzliche Nutzung der in den Abgasen enthaltenen Wärme lassen sich gegenüber Standardkesseln bis zu 30 Prozent Energie einsparen. Das bedeutet nicht nur geringere Emissionen, sondern auch reduzierte Brennstoffkosten.
Technische Details
Broschüre zur Öl-Brennwerttechnik herunterladen

Was ist effizienter: Gas- oder Öl-Brennwerttechnik?
Beide Technologien sind gleich effizient. Mit Brennwerttechnik wird der Energiegehalt von Gas oder Heizöl nahezu eins zu eins in Nutzwärme umgewandelt. Die Effizienz eines Heizkessels wird nicht vom verwendeten Brennstoff bestimmt, sondern ausschließlich von der Technik.

Wieso finde ich manchmal Angaben zur Energieeffizienz eines Kesseln von größer als 100 Prozent?
Wirkungsgrade von 100 Prozent sind physikalisch natürlich unsinnig. Wenn solche Zahlen angegeben werden, wird der technisch veraltete Heizwert (Hi) verwendet. Sinnvoller ist die Bezugsgröße Brennwert (Hs).
Die heizwertbezogene Angabe wurde früher verwendet, als noch nicht die gesamte Brennstoffenergie genutzt werden konnte. Das mit damaliger Technik theoretisch realisierbare Maximum wurde als 100 Prozent Energieausnutzung festgelegt. Der im Brennstoff enthaltene Anteil an Kondensationswärme blieb dabei aber unberücksichtigt.
Mit der Brennwerttechnik kann inzwischen fast der gesamte Energiegehalt genutzt werden. Wenn man diesen Energiegewinn aber nun einfach zu den alten heizwertbezogenen Angaben addiert, erhält man physikalisch unsinnige Werte über 100 Prozent.
Um die Energieeffizienz sinnvoll zu beurteilen, sollten daher stets brennwertbezogene Angaben genutzt werden. Das theoretische Maximum für die Energieausnutzung liegt dann brennstoffunabhängig bei 100 Prozent.

Modernisierung


Wie viel Heizöl kann ich mit einem Öl-Brennwertkessel sparen?
Öl-Brennwertkessel sparen beim Verbrauch und damit auch bei den Energiekosten gegenüber veralteten Kesseln bis zu 30 Prozent ein. So können zum Beispiel bei einem bisherigen Verbrauch von 4.500 Litern mit einer modernen Brennwertanlage jedes Jahr rund 1.500 Liter Heizöl gespart werden.

Was bringt mir eine Modernisierung der Heizung?
Wer seinen alten Standardheizkessel durch einen modernen Brennwertkessel ersetzt, spart auf einen Schlag bis zu ein Drittel der Heizenergie. Das macht sich nicht nur im Geldbeutel bemerkbar, sondern schont auch die Umwelt.
Ob sich eine Modernisierung für Sie lohnt und welche Maßnahme für Sie die richtige ist, können Sie kostenlos in unserem Energiesparcheck ermitteln.

Die Vorteile auf einen Blick:
1. Weniger Energieverbrauch ist gut für die Umwelt
2. Die Heizkosten werden gesenkt
3. Wartungs- und Instandhaltungskosten werden dauerhaft reduziert
4. Der Wärmekomfort verbessert sich
5. Platzgewinn durch eine neue, kompakte Heizungsanlage
6. Wertsteigerung der Immobilie

Wann ist eine Ölheizung zu alt?

Heizungen, die 20 Jahre und länger in Betrieb sind, zählen zum alten Eisen. Alles, was vor 1983 gebaut wurde, ist ein Fossil. Da lohnt sich sicherlich eine Modernisierung. Denn die alte Anlage erreicht nur einen Nutzungsgrad von rund 68 Prozent. Das bedeutet, dass über 30 Prozent der Energie verloren gehen.

Eine veraltete Anlage lässt sich auch daran erkennen, dass sie mit einer konstanten Kesselwassertemperatur betrieben wird. Dann passt sich die Temperatur nicht den unterschiedlichen Anforderungen an.

Ein weiteres Indiz für veraltete Technik ist ein sehr warmer Aufstellraum. Denn dann verliert der Kessel sehr viel Wärme über seine Oberfläche, anstatt sie in das Haus zu leiten.

Wer sich nicht sicher ist, ob seine Heizung noch effizient arbeitet, kann einen Heizungscheck von einem Fachmann durchführen lassen oder online den Energiesparcheck machen.

Wie kann ich herausfinden, ob ich modernisieren soll?
Am einfachsten machen Sie online den kostenlosen Energiesparcheck. Hier können Sie mit Hilfe von wenigen Angaben ermitteln, wie es um den Heizenergieverbrauch Ihres Hauses bestellt ist. Darüber hinaus ist auch eine detaillierte Auswertung möglich, bei der Sie unterschiedliche Modernisierungsvarianten durchspielen können.
Alternativ können Sie sich von einem Energieberater beraten lassen.

Der Schornsteinfeger sagt, dass mein Kessel noch in Ordnung ist. Warum soll ich dann einen neuen kaufen?
Der Schornsteinfeger misst neben den Emissionswerten den Abgasverlust und ermittelt so nur den feuerungstechnischen Wirkungsgrad. Es wird keine Aussage über den Gesamtwirkungsgrad des Kessels getroffen, weil dieser über einen längeren Zeitraum erfasst werden müsste. Sicher ist, dass ein 25 Jahre alter Kessel unnötig viel Heizöl verbraucht, weil er nicht mehr dem heutigen technischen Standard entspricht.

Kann ich meinen vorhandenen Schornstein bei der Brennwerttechnik weiter nutzen?
Ja. Es wird lediglich ein Abgasrohr mit geringem Durchmesser in den Schornstein eingezogen.

Welche Modernisierung ist bei älteren Gebäuden mit Öl- oder Gasheizung zu empfehlen?
Wer bisher mit Öl geheizt hat, sollte auch dabei bleiben. Denn er verfügt ja bereits über die nötige Infrastruktur – sprich den Tank und den entsprechenden Platz dafür. Der Einbau von Brennwerttechnik ist jederzeit zu empfehlen und relativ kostengünstig zu realisieren. Wer zusätzlich Heizkosten sparen möchte, kann eine Solaranlage einbauen.

Soll ich meine alte Ölheizung gegen eine Pellet- oder Wärmepumpe austauschen? Was ist die günstigste Variante?
Von einem Umstieg auf einen anderen Energieträger oder ein anderes Heizsystem ist in den meisten Fällen abzuraten. Ein Wechsel zur Gasheizung beispielsweise rentiert sich in der Regel nicht wegen der zusätzlichen Kosten für den Gasanschluss und der regelmäßigen Grundgebühren.

Auch ein Umstieg auf eine Holzpelletzentralheizung oder eine Wärmepumpe ist wirtschaftlich meist nicht attraktiv. Allein die hohen Anschaffungskosten einer solchen Heizanlage sind nicht für jedermann erschwinglich: Für die Umrüstung auf einen Holzpelletkessel müssen etwa 15.000 Euro und auf eine Sole-Wasser-Wärmepumpe sogar bis zu 23.000 Euro veranschlagt werden.
Die Kosten für die Modernisierung einer Ölheizung auf Brennwerttechnik sind mit rund 8.500 Euro hingegen überschaubar.

Was ist besser: neue Heizung, Fassadendämmung, Solarthermie oder etwas ganz anderes?
Diese Frage lässt sich nur individuell beantworten. Nutzen Sie zunächst den kostenlosen Energiesparcheck von IWO. Hier können Sie unterschiedliche Modernisierungsvarianten durchspielen. Dadurch sehen Sie auf einen Blick, was eine Maßnahme kostet und wie viel Energie sich dadurch in Ihrem Fall einsparen lässt.
Anschließend empfiehlt sich eine Vor-Ort-Beratung durch einen Energieberater.

Lässt sich die Ölheizung mit Solarkollektoren kombinieren?
Ja. Beide Systeme ergänzen sich optimal.
Um mit Solarwärme alleine und zu akzeptablen Investitionskosten zu heizen, leben wir leider in den falschen Breiten. Aber als kostenlose Zusatzwärme eignet sich die Sonnenenergie auf jeden Fall. Und zur Erwärmung des Wassers z.B. zum Abwaschen, Duschen und Waschen kann die Sonne über das Jahr gesehen etwa 60 Prozent beitragen. Die Ölheizung hat in dieser Zeit Pause, ohne dass Grundgebühren anfallen.
Die Solarwärme kann darüber hinaus vor allem in den Übergangsmonaten auch die Raumheizung unterstützen. Wenn die Sonnenwärme nicht ausreicht, springt die Ölheizung ein.

Muss ich alles auf einmal modernisieren?
Nein. Fast immer ist es am sinnvollsten, die wärmetechnische Sanierung mit dem Umstieg auf Öl-Brennwerttechnik zu beginnen. Dadurch kann mit einer verhältnismäßig geringen Investition der Energieverbrauch deutlich gesenkt werden.
Ein Öl-Brennwertkessel kann außerdem auch mit gleich hoher Effizienz weiterbetrieben werden, wenn das Gebäude erst im Nachhinein gedämmt wird und so der Wärmebedarf sinkt. Denn eine Öl-Brennwertheizung passt sich an den geringeren Bedarf an, ein technisch veralteter Heizkessel in der Regel nicht.

Sowohl die Solaranlage als auch ein Holzkaminofen können problemlos auch nachträglich in das Heizungssystem integriert werden.
Wenn sowieso Arbeiten an der Fassade durchgeführt werden, ist es sinnvoll, im gleichen Zuge auch die Außenhülle zu dämmen und die Fenster zu erneuern.

Umwelt


Welche Möglichkeiten gibt es, die Ölheizung mit regenerativen Energien zu kombinieren?
Bewährt hat sich die Kombination der Öl-Brennwerttechnik mit Solarthermie zur Warmwassererzeugung und Heizungsunterstützung, nicht zuletzt auch wegen ihres vergleichsweise günstigen Kosten-Nutzen-Verhältnisses. Genauso problemlos kann die Solar-Öl-Brennwertheizung zusätzlich mit Biomasse kombiniert werden – etwa in Form eines in das Heizsystem integrierten Holzkaminofens oder mit Bioheizöl.

Klimaschutz und Ölheizung – passt das überhaupt zusammen?

Moderne Öl-Brennwerttechnik spart gegenüber alten Heizungen bis zu 30 Prozent Heizöl. Im gleichen Umfang sinken auch die klimarelevanten CO2-Emissionen.

Was tut die Mineralölbranche für den Klimaschutz?
Im Rahmen des Kyoto-Protokolls hat Deutschland zugesagt, bis 2012 die Treibhausgasemissionen um 21 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren.
Die deutsche Mineralölwirtschaft leistet hierzu einen wichtigen Beitrag: Der durchschnittliche Jahresnutzungsgrad der Ölheizungen im Wärmemarkt soll von 68 auf bis zu 88 Prozent gesteigert werden. Damit gehen Heizölverbrauch und Treibhausgasemissionen entsprechend zurück.
Die Aktivitäten zur Zielerreichung sind bislang erfolgreich. Die Auswertung des vorliegenden Datenmaterials zeigt, dass sich der durchschnittliche Jahresnutzungsgrad von Ölheizungsanlagen wie folgt entwickelt hat:
2005: 84,8 Prozent
2006: 85,4 Prozent
2007: 86,0 Prozent
2008: 86,7 Prozent

Lesen Sie die vollständige Klimaschutzerklärung der deutschen Mineralölwirtschaft für den Wärmemarkt (PDF).

Schont eine neue Ölheizung die Umwelt?
Auf jeden Fall. Dank effizienterer Ölheiztechnik sinkt der CO2-Ausstoß um 30 Prozent. Heizöl verbrennt in modernen Brennern nahezu rückstandsfrei. Deshalb ist auch Feinstaub für die neue Ölheizung kein Thema. Optimal für den Betrieb ist schwefelarmes Heizöl. Dadurch werden Schadstoffemissionen auf ein Minimum reduziert und die Lebensdauer der Ölheizung erhöht.

Warum unterstützt die Bundesregierung den Einbau von Öl-Brennwertkesseln?
Ein Schwerpunkt der Energiepolitik ist die Steigerung der Energieeffizienz. Da der Heizenergieverbrauch durch Öl-Brennwertkessel um ein Drittel reduziert werden kann, unterstützt die Bundesregierung den Einbau dieser Technik.
Finden Sie die für Sie passenden Förderprogramme.

Kosten und Förderung


Welche Fördermittel gibt es?
Es gibt eine Vielzahl an Förderprogrammen für Energiesparmaßnahmen im Haus. Dabei wird z.B. der Einbau von Öl-Brennwertkesseln und Solaranlagen unterstützt. Ob es passende Förderprogramme für Sie gibt, können Sie leicht in unserer Fördermittelsuche überprüfen.

Was kostet Heizöl momentan?
Der aktuelle Tagespreis ist über den örtlichen Mineralölhandel zu erfahren. Die regionalen Heizölnotierungen werden überdies in vielen Tageszeitungen abgedruckt.
Auch das Internet kommt als Informationsquelle infrage (z.B. www.brennstoffspiegel.de). Auf oelheizung.info finden Sie die Entwicklung des Heizölpreises im Vergleich zu Erdgas im Bundesdurchschnitt.

Wovon wird der Heizölpreis bestimmt?
Der Heizölpreis setzt sich aus dem Produktenpreis, der Mineralöl- und Mehrwertsteuer sowie dem Deckungsbeitrag zusammen. Grundlegend ist die Entwicklung des Rohölpreises (Produktenpreis). Dieser ist wiederum unter anderem vom Dollarkurs sowie von Angebot und Nachfrage abhängig.
Der Mineralölsteuersatz für schwefelarmes Heizöl liegt zurzeit bei 6,1 Cent pro Liter und für Standardheizöl bei 7,6 Cent je Liter.
Details zur Preisbildung

Wie entwickelt sich der Heizölpreis?
Der Heizölpreis wird durch viele Faktoren beeinflusst und bildet sich täglich neu. Aus diesem Grund sind Preisprognosen äußerst schwierig. Tendenziell sind die Schwankungen bundesweit identisch. Wie sich der Heizölpreis längerfristig im Vergleich zu Erdgas entwickelt hat, finden Sie beim Brennstoffkostenvergleich

Ist schwefelarmes Heizöl teurer als Standardheizöl?
Ja, zurzeit ist schwefelarmes Heizöl in der Regel ein bisschen teurer als Standardheizöl.
Das liegt daran, dass der Entschwefelungsprozess in der Raffinerie aufwändiger ist.
Auf der anderen Seite senkt die Verwendung von schwefelarmem Heizöl die Kosten im laufenden Betrieb. Denn wegen der geringen Ablagerungen verlängert sich die Lebensdauer der Geräte deutlich. Mittelfristig wird Heizöl schwefelarm zum Standardbrennstoff für Ölheizungen.

Was kann ich tun, um Heizkosten zu sparen?

Unsere zwölf besten Heiztipps:
1.    Moderne Heiztechnik (d.h. Brennwerttechnik) verwenden
2.    Heizung regelmäßig warten lassen
3.    Heizöl dann einkaufen, wenn der Preis günstig steht. Heizölhändler in Ihrer Nähe
4.    Hydraulischen Abgleich durchführen lassen
5.    Heizkörper nicht zustellen, durch Vorhänge verhängen oder einstauben lassen
6.    Zentrale Regelung verwenden, um den Verbrauch individuell einzustellen (z.B. durch automatische Absenkung der Temperatur in der Nacht)
7.    Fenster nicht auf Dauerkippstellung lassen, sondern die Räume zwei- bis dreimal täglich höchstens fünf Minuten bei weit geöffneten Fenstern durchlüften. Die Heizkörperventile währenddessen schließen, sonst schalten sie auf volle Leistung.
8.    Herabgelassene Rollläden und geschlossene Vorhänge verringern in der Nacht den Wärmeverlust durch die Fenster und schützen gleichzeitig vor Zugluft.
9.    In wenig genutzten Räumen, bei Abwesenheit der Bewohner und während der Nachtstunden die Raumtemperatur absenken, allerdings nicht unter 14 bis 16 Grad Celsius, um Feuchteschäden vorzubeugen.
10.    Wenn Heizkörper gluckernde Geräusche abgeben und nicht mehr richtig warm werden, müssen sie entlüftet werden. Denn bei Luftblasen im Heizsystem kann das Wasser nicht mehr ausreichend zirkulieren.
11.    In Heizkörpernischen verringert eine wärmereflektierende Thermofolie übermäßige Energieverluste. Sie wird auf die Wand hinter dem Heizkörper geklebt.
12.    Die Absenkung der Raumtemperatur um ein Grad reduziert den Energieverbrauch um rund sechs Prozent.

Durch Modernisierungsmaßnahmen kann der Heizenergieverbrauch weiter sinken. Energiesparmaßnahmen

Wie kann ich Brennstoffkosten miteinander vergleichen?
Dafür muss man den Energieinhalt kennen und auf eine einheitliche Bezugsgröße umrechnen. Die Einheit für Energie (Arbeit bzw. Wärme) ist die Kilowattstunde (kWh).

Brennstoff

Brennwert


Heizöl EL

10,68 kWh/Liter


Erdgas

8,4-13,1 kWh/m³


Flüssiggas (Propan)

7,14 kWh/Liter


Holzpellets

3,44 kWh/Liter (entspricht 5,29 kWh/Kilogramm)

Warum ist der Gaspreis an den Heizölpreis gekoppelt?
Das liegt daran, dass früher die Gaslieferverträge zwischen Produzenten und Gasversorgern auf mehrere Jahrzehnte abgeschlossen wurden. Um einen Richtwert zu haben, wurde der Gaspreis an den Ölpreis gekoppelt. Das bedeutet, mit einer zeitlichen Verzögerung von drei bis sechs Monaten folgt der Gaspreis dem Ölpreis.
Das tatsächliche Preisniveau ist trotz Preiskopplung jedoch sehr unterschiedlich.

Lohnen sich die Mehrkosten eines Brennwertkessels gegenüber einem Standardkessel eigentlich?
Ja, denn durch den Austausch mit einen Brennwertkessel kann der Energieverbrauch auf einen Schlag um ein Drittel sinken. Aufgrund der Einsparungen beim Ölverbrauch rechnet sich diese Investition schnell.
Es lohnt sich häufig, mögliche Förderprogramme für den Kesseltausch zu prüfen. Hinzu kommt, dass die Handwerkerkosten von der Steuer abgesetzt werden können.

Was kostet die Heizungsmodernisierung?
Die Heizungsmodernisierung hat im Vergleich zu Wärmedämmung und Fenstererneuerung ein sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis: Die Investition für ein modernes Öl-Brennwertgerät, die Schornsteinanpassung und die Installationsarbeiten betragen im Schnitt 8.500 Euro. Durch die eingesparten Brennstoffkosten amortisiert sich diese Investition nach rund zehn Jahren.

Es lohnt sich, mögliche Förderprogramme z.B. für den Kesseltausch zu prüfen. Die Handwerkerkosten können übrigens von der Steuer abgesetzt werden.

Service


Ich möchte gerne den für meine Region zuständigen Fachmann sprechen. Wie finde ich den?
In unserer Experten-Datenbank finden Sie qualifizierte Heizöllieferanten, Heizungsbauer, Tankhersteller und Energieberater in Ihrer Nähe.

Kann ich bei IWO eine Heizung kaufen?

Nein. Das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) informiert und berät Verbraucher herstellerunabhängig über das Heizen mit Öl. Wenn Sie eine Ölheizung installieren lassen möchten, können Sie sich an einen Heizungsbauer in Ihrer Region oder direkt an die Hersteller wenden.

www.oelheizung.info


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Was verbirgt sich hinter dem Profil-Bereich?
Der Bereich "Mein Profil" erleichtert Ihnen die Information und Umsetzung von Energiesparmaßnahmen.
Wenn Sie angemeldet sind, steht Ihnen ein erweiterter Funktionsumfang zur Verfügung. So können Sie z.B. alle Angaben des Energiesparchecks in Ihrem Profil speichern und Notizen hinzufügen. Das ist praktisch, wenn Sie die Eingaben zu einem späteren Zeitpunkt vervollständigen oder modifizieren möchten.
Außerdem können Sie Ihr eigenes Gebäude als Praxisbeispiel einstellen, um es anderen zu zeigen. Zudem lassen sich hier alle Infos zu potenziellen Dienstleistern und Handwerkern hinterlegen.

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