
Bioheizöl
Bioheizöl ist ein Gemisch aus schwefelarmem Heizöl und Brennstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen, zurzeit in der Regel Biodiesel. Es gibt im Wesentlichen zwei Möglichkeiten, flüssige Biobrennstoffe herzustellen.
Biobrennstoffe der ersten Generation basieren auf Ölfrüchten wie Raps, Sonnenblumen und Sojapflanzen. Es handelt sich hier entweder um reines oder verestertes Pflanzenöl, sogenanntes Fettsäuremethylester (FAME – besser bekannt als Biodiesel).
Biobrennstoffe der zweiten Generation werden über innovative Verfahren synthetisch aus der Rest- oder Ganzpflanze hergestellt. Dies können zum Beispiel Stroh, Restholz oder speziell für den Einsatz gezüchtete Energiepflanzen sein.

Umfangreiche Tests
Um sicherzustellen, dass die vorhandene Ölheizungstechnik auch mit Bioheizöl störungsfrei funktioniert, werden neben diversen Laboruntersuchungen seit Frühjahr 2006 viele Ölheizungsanlagen im Praxistest mit unterschiedlichen Brennstoffmischungen betrieben.
Als Basisbrennstoff wurde ausnahmslos schwefelarmes Heizöl verwendet, dem zwischen 5 und 20 Prozent Biobrennstoff zugegeben wurde. Um ein realistisches Bild zu bekommen, entsprechen die Versuchsanlagen allen derzeit in deutschen Wohnhäusern vorhandenen Ölheizungstypen: Von Öl-Brennwert über Niedertemperatur bis zu sogenannter Standardtechnik mit konstanter Kesselwassertemperatur.
In den Praxistests wird nicht nur die Wirkung der Biobeimischungen auf Kessel und Brenner untersucht, sondern auch auf einzelne Komponenten einer Ölheizung wie Pumpe, Filter, Zuleitungen und Tank. Die am Test beteiligten Tanks bilden ebenfalls einen repräsentativen Querschnitt der in Deutschland verbreiteten Tankvarianten ab.
Ergebnisse
Die Testergebnisse zeigen, dass Biodiesel als Mischkomponente zum mineralölstämmigen Heizöl infrage kommt. Derzeit kann Bioheizöl mit fünf Prozent Bioanteil in allen bestenhenden sowie neuen Ölheizgeräten verwendet werden.
Biobrennstoffe der ersten Generation
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