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Praxisbeispiel für das Heizen mit Öl

Bereits die Großeltern der Bauherrin bewohnten das fast einhundert Jahre alte Stadthaus. Jetzt hat die Hamburger Betriebswirtin mit ihrem Lebenspartner die Doppelhaushälfte übernommen. In Zusammenarbeit mit einem Architekturbüro wurde ein energetisches Modernisierungskonzept erstellt und innerhalb von sechs Monaten umgesetzt.
Nun entspricht die Ausstattung dem neuesten Stand der Technik und genügt den heutigen Ansprüchen an modernen Wohnkomfort. Außerdem wurde zusätzlicher Wohnraum im Dachgeschoss geschaffen.

Ergebnis
vorher
nachher
Primärenergiebedarf:
375 kWh/(m²a)
70 kWh/(m²a)
Einsparung Primärenergie:   81%
 
Investition:   127.464 Euro
Heizölverbrauch:
5.863 Liter/Jahr
1.014 Liter/Jahr
Heizölkosten:
15 Euro/(m²a)
3 Euro/(m²a)
Einsparung Heizölkosten: 83%
Scala
375 kWh/(m²a) 70 kWh/(m²a)
 
Genutzte Förderprogramme

Aktion Energie-Gewinner von IWO, die KfW-Programme CO2-Gebäudesanierungsprogramm 430/130, ÖkoPlus und Energieeffizient Sanieren

Heizung

Der alte Ölheizkessel wies hohe Energieverluste auf und hatte keine leistungsgeregelte Umwälzpumpe. Deshalb wurde der alte Kessel gegen ein effizientes Öl-Brennwertgerät ausgetauscht.

 
vorher
nachher
Brennstoff:
Heizöl, Strom
Bioheizöl, Solar, Holz
Wärmeerzeuger:
Standardkessel
Brennwerttechnik
Kesselleistung:
17-21 kW
11/19 kW
Tankvolumen:
3.000 Liter
3.000 Liter
Tanktyp:
Standortgefertigter Tank
Standortgefertigter Tank

Solar

Die Solaranlage erzeugt warmes Wasser und unterstützt die Heizung. Wenn also mehr Wärme erzeugt wird als für die Trinkwassererwärmung erforderlich ist, wird sie bei Bedarf an den Heizkreislauf abgegeben. Wenn die Sonne hingegen nicht genügend Wärme liefert, schaltet sich automatisch die Ölheizung hinzu.

 
vorher
nachher
Solaranlage:
Keine
Heizung und Warmwasser
Kollektorfläche:
0 m²
9,5 m²
Kollektorneigung:
0 °
52 °
Kollektorausrichtung:
Süd-Ost
Volumen Wärmespeicher:   750 Liter

Fenster und Türen

Das Stadthaus hatte vor der Sanierung überwiegend alte Kunststofffenster und zum Teil sogar noch einfach verglaste Kastenfenster. Im gesamten Wohnbereich wurden daher neue, energetisch hochwertige Fenster mit 88 Millimeter starken Lärchenholzrahmen und Dreifachverglasung eingesetzt.

Dämmung

Die Außenwände des fast einhundert Jahre alten Gebäudes waren entsprechend der damaligen Bauweise ungedämmt. Daher wurde ein Wärmedämmverbundsystem aus einer 12 cm dicken Wärmedämmplatte mit 2 cm Fassadenputz angebracht und die Kellerdecke gedämmt. Das zuvor größtenteils ungedämmte Dach wurde mit einer 4 cm Untersparrendämmung, einer 12 cm Zwischensparrendämmung und einer 4 cm Holzfaserdämmung auf der Sparrenlage versehen.

Beschreibung der Besonderheiten

Die Wärmeversorgung erfolgt nun über eine Hybrid-Heizung: Neben dem Öl-Brennwertgerät und der Solaranlage wurde auch ein Holzkaminofen mit Wärmetauscher eingebunden: Die vom Kaminfeuer erzeugte Wärme wird über eine Wassertasche in den Speicher eingespeist. So unterstützt der Kamin die Heizung sowie die Trinkwassererwärmung. Bei herkömmlichen Kaminöfen kann nur die Strahlungswärme genutzt werden.

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