
Auslegung der Solaranlage
Es muss nicht immer Süden sein
Die Ausrichtung und Neigung des Kollektors hat einen geringeren Einfluss auf den Wirkungsgrad der Solaranlage als im Allgemeinen angenommen.
Natürlich ist die Ausrichtung nach Süden mit einer Neigung von 30 bis 45 Grad optimal. Aber eine Abweichung bei der Installation, beispielsweise die Ausrichtung nach Südost und eine Neigung von 50 Grad, verringert den solaren Ertrag nur um etwa zehn Prozent. Diese geringen Einbußen können durch zusätzliche Kollektorflächen einfach kompensiert werden.
Wie groß sollte die Kollektorfläche sein?
Die Auslegung einer Solaranlage für die Warmwasserbereitung kann leicht abgeschätzt werden: Der durchschnittliche Verbrauch für einen Vierpersonenhaushalt liegt bei 120 bis 160 Litern am Tag. Hierfür wird eine etwa fünf bis sechs Quadratmeter große Kollektorfläche benötigt.
Auch die Kollektorfläche zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung lässt sich einfach kalkulieren: Pro zehn Quadratmeter beheizter Wohnfläche sollte ein Quadratmeter Kollektorfläche eingeplant werden. Das ergibt bei einer Wohnfläche von 150 Quadratmetern eine 15 Quadratmeter große Kollektorfläche.
Wie groß sollte der Speicher sein?
Die Größe des Speichers ist abhängig vom Warmwasserbedarf. Wenn die Solaranlage nur der Warmwasserbereitung dient, sollte der Speicher die anderthalb- bis zweifache Menge des täglichen Bedarfs fassen. Es gilt der Grundsatz, das Speichervolumen nicht so groß wie möglich, sondern nur so groß wie nötig einzuplanen.
Wenn die Solaranlage auch die Heizung unterstützen soll, gilt eine andere Faustregel: Der Kombispeicher sollte in diesem Fall 50 bis 70 Liter pro Quadratmeter Kollektorfläche fassen. Sofern der Aufstellraum ausreichend hoch ist und der Speicher durch die Tür passt, darf er auch größer sein.
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